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Eine Intervention mit 19 evangelischen Persönlichkeiten aus Vorarlberg
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Fritz Krcal

Selbstbildnis Fritz Krcal (1888–1983), Ein Blick aus der (in die) Vergangenheit, 1930  37

Selbstbildnis Fritz Krcal (1888–1983), Ein Blick aus der (in die) Vergangenheit, 1930  37

In den Jahren 1951 bis 1952 wurde neben der Alten Kapelle die Neue Kapelle nach den Plänen von Willibald Braun errichtet. Die Glasmalerei an der Altarwand zeigt die Krönung Mariens von Fritz Krcal in einer Ausführung der Tiroler Glasmalereianstalt Innsbruck.  39

In den Jahren 1951 bis 1952 wurde neben der Alten Kapelle die Neue Kapelle nach den Plänen von Willibald Braun errichtet. Die Glasmalerei an der Altarwand zeigt die Krönung Mariens von Fritz Krcal in einer Ausführung der Tiroler Glasmalereianstalt Innsbruck.  39

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Fritz Krcal

Akademischer Maler
1888 – 1983

Fritz Krcal wurde in Bregenz geboren, wo sein Vater evangelischer Stadtpfarrer und stellvertretender Superintendent war. Mit 19 Jahren begegnete er dem Impressionisten Charles Palmié und beschloss, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Studienreisen nach Norddeutschland und die Beschäftigung mit der Landschaftsmalerei bestärkten ihn in seinem Beschluss – Krcal studierte 1909–1911 Malerei an der Akademie für Bildende Künste in München. Danach war er einige Zeit als Bühnenbildner an der Oper tätig.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrach seine Karriere. Krcal wurde in Südfrankreich interniert und nach drei Jahren in die Schweiz überstellt. Dort lernte er unter anderem Schriftsteller wie Rainer Maria Rilke und Stefan Zweig kennen. Er begann sich für das anthroposophische Gedankengut von Rudolf Steiner zu interessieren und beschäftigte sich mit der Harmonie zwischen Farbe, Form und sogenannten „Bildklängen“.

Aus finanzieller Not lebte er zeitweise in einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz von Feldarbeit und Bienenzucht. 1926 kehrte er in seine Heimatstadt Bregenz zurück. Ab 1930 zeigte sein Werk immer stärker den Einfluss der NS-Kunst. Er war nach 1938 auch in verschiedenen offiziellen Funktionen im Kulturbereich aktiv. Ob der 1988 nach ihm benannte Fußweg in Bregenz umbenannt werden soll, wird kontrovers diskutiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden Porträts, Landschafts- und Naturbilder. Krcal erhielt öffentliche Aufträge für Wandbilder und Glasfenster, großteils in katholischen Kirchen. Er starb 1983 mit 95 Jahren und wurde auf dem evangelischen Friedhof in Bregenz beerdigt. Seine Witwe vermachte einen Großteil seiner Werke dem vorarlberg museum.

Fatimakapellen, Langen bei Bregenz, 2012  38

Fatimakapellen, Langen bei Bregenz, 2012  38