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Eine Intervention mit 19 evangelischen Persönlichkeiten aus Vorarlberg
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Edith Dennig

Blick auf die Villa Gülich (heute Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, hinten rechts), 1875  15

Blick auf die Villa Gülich (heute Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis, hinten rechts), 1875  15

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Edith Dennig

Lehrerin und Künstlerin
1899 – 1987

Geboren wurde Edith Dennig 1899 in Bregenz. Sie arbeitete als Büroangestellte und war eine Zeit lang auch Sekretärin von Landeshauptmann Dr. Otto Ender. Später unterrichtete sie an der Hauswirtschaftsschule Marienberg. Sie blieb unverheiratet und legte angeblich Wert darauf, mit „Fräulein“ angesprochen zu werden. Im Alter lebte sie etliche Jahre lang bis zu ihrem Tod im Jesuheim in Lochau. Als Zeichnerin war Edith Dennig Autodidaktin. Porträts standen im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. In den 1950er und 1960er Jahren entstanden an die 300 davon, darunter Kinderbildnisse und Zeichnungen von bekannten Persönlichkeiten. 1986 fand eine Ausstellung ihrer Zeichnungen und Porträts im Saal der Evangelischen Pfarrgemeinde statt.

Ihr Großvater, Christian Dennig, war Kompagnon des Goldschmuckfabrikanten Karl Gülich aus Pforzheim, der sich 1836 in Bregenz niedergelassen hatte. In seinem ehemaligen Wohnhaus in der Gallusstraße (Villa Gülich, heute Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis) wurde die erste evangelische Predigtstation eingerichtet. Christian Dennig gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Evangelischen Gemeinde in Vorarlberg. Einige Zeit war er auch deren Kurator (weltlicher Vorsitzender).

Villa Gülich, gezeichnet von Eugen Dennig im September 1865  16

Villa Gülich, gezeichnet von Eugen Dennig im September 1865  16

Porträt Adolf Hild, gezeichnet von Edith Dennig, um 1940  17

Porträt Adolf Hild, gezeichnet von Edith Dennig, um 1940  17