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Eine Intervention mit 19 evangelischen Persönlichkeiten aus Vorarlberg
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Carl Ferdinand von Schwerzenbach

Schwertknaufsammlung Schwerzenbach im vorarlberg museum  51

Schwertknaufsammlung Schwerzenbach im vorarlberg museum  51

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Carl Ferdinand von Schwerzenbach

Konservator und Archäologe
1850 – 1926

Carl Ferdinand von Schwerzenbach stammte aus einer alten reformierten Zürcher Ratsfamilie. Bereits sein Vater kam nach Bregenz und gründete die Seidenspinnerei Schwerzenbach und Appenzeller AG. Der Sohn erhielt eine fundierte kaufmännische Ausbildung in Triest und London, seine Leidenschaft galt von Jugend an der Archäologie, welche sich auf ausgedehnten Reisen nach Afrika und Spanien verfestigte. 1895 wurde das väterliche Unternehmen versteigert und er widmete sich fortan der Wissenschaft. Schwerzenbach prägte die Forschungs- und Sammlungsstrategie des Landesmuseumsvereins nachhaltig: 1901 folgte er seinem Onkel Samuel Jenny als Vorsitzender des Vereins und als Leiter der Ausgrabungen von Brigantium nach. Berühmt ist auch seine umfangreiche Schwertknaufsammlung, die heute im vorarlberg museum öffentlich zugänglich ist.

Carl von Schwerzenbach engagierte sich zeitlebens in der Evangelischen Pfarrgemeinde in verschiedenen Funktionen. Er gründete unter anderem die karitative „Carl von Schwerzenbach‘sche Waisenstiftung“.

Mit seiner Familie wohnte er in der Römerstraße in der sogenannten Villa Schwerzenbach, die heute im Besitz der Diözese ist. In seinem Haus fanden die ersten evangelischen Gottesdienste in Vorarlberg statt.

Bereits 1931 wurde in Bregenz eine Straße nach ihm benannt.

Porträtfoto Carl Ferdinand von Schwerzenbach, um 1910  53

Porträtfoto Carl Ferdinand von Schwerzenbach, um 1910  53

Villa Schwerzenbach, um 1910  52

Villa Schwerzenbach, um 1910  52